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Big Glücksspiel-Deal: Tipico darf Admiral Übernahme starten

Tipico Admiral Übernahme

Tipico Admiral ÜbernahmeDie österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat nach monatelanger Prüfung grünes Licht für die Übernahme von Admiral durch den Wettkonzern Tipico gegeben. Damit wird ein bedeutendes Kapitel in der Glücksspielbranche Österreichs aufgeschlagen. Allerdings ist die Entscheidung nicht ohne Bedingungen erfolgt, denn die Behörde verlangt konkrete Einschränkungen, um eine zu große Marktmacht zu verhindern.

Tipico ist in Österreich und Deutschland längst einer der größten Anbieter im Bereich Sportwetten. Mit über tausend Annahmestellen und einer starken Online-Präsenz hat das Unternehmen eine führende Position erarbeitet. Admiral wiederum ist eine traditionsreiche Marke aus dem Novomatic-Konzern und betreibt zwischen 150 und 200 Standorte in Österreich, die Sportwetten, Spielautomaten und Sportbars vereinen. Mit der Übernahme will Tipico seine Marktstellung in Österreich nicht nur sichern, sondern weiter ausbauen.

Die Wettbewerbshüter sahen in diesem Zusammenschluss jedoch die Gefahr einer übermäßigen Konzentration. Würde Tipico alle Admiral-Standorte ohne Einschränkungen übernehmen, könnte es in einzelnen Bundesländern kaum noch nennenswerte Konkurrenz geben. Deshalb wurde die Genehmigung mit klaren Auflagen versehen.

Die Wettbewerbsbehörde machte deutlich, dass ein funktionierender Wettbewerb im Bereich Sportwetten im Interesse der Konsumenten gewahrt bleiben muss.

Konkret muss Tipico 20 eigene Wettshops verkaufen. Zusätzlich werden 14 Franchise-Standorte, die bisher unter der Marke Tipico liefen, technisch modernisiert und in Zukunft unter neuem Namen weitergeführt. Damit soll sichergestellt werden, dass Mitbewerber weiterhin Zugang zu wichtigen Märkten haben und Kunden eine Auswahl zwischen verschiedenen Anbietern behalten.

Hintergrund des Verkaufs

Novomatic, der bisherige Eigentümer von Admiral, hat sich bereits Anfang 2025 dazu entschieden einen Deal mit Tipico abzuschliessen und die Sportwettensparte abzugeben. Der Konzern will sich stärker auf die internationale Expansion seiner Kernbereiche konzentrieren und betrachtet den Verkauf als logischen Schritt. Tipico war als Käufer naheliegend, da man sich seit Jahren im selben Marktumfeld bewegt und Synergieeffekte nutzen kann.

Admiral gilt in Österreich als besonders starke Marke mit hohem Wiedererkennungswert. Viele der Standorte kombinieren Sportbars, Automaten und Wettangebote. Für Tipico ist dieser Kauf daher eine Gelegenheit, in die Fläche noch tiefer vorzudringen und das Angebot zu verbreitern.

Bedeutung der Tipico Admiral Übernahme

Für den österreichischen Wettmarkt bedeutet die Übernahme eine Zäsur. Zwei der wichtigsten Marken treten nun unter einer Führung auf. Die Auflagen sollen dafür sorgen, dass dies nicht automatisch zur Dominanz führt. Es wird spannend sein zu beobachten, welche Anbieter die frei werdenden 20 Wettshops übernehmen und wie sich die neu gebrandeten Franchise-Lokale entwickeln.

Tipico selbst spricht von einer strategischen Investition in die Zukunft. Durch den Ausbau der Standorte erhofft sich das Unternehmen, neue Kundengruppen zu erschließen und den Wettbereich stärker mit Gastronomie und Freizeitangeboten zu verknüpfen. Damit soll ein modernes Umfeld geschaffen werden, das über den klassischen Wettshop hinausgeht.

Branchenkenner gehen davon aus, dass die Konsolidierung zu mehr Professionalisierung führen wird, aber auch kleinere Mitbewerber unter Druck geraten.

Auch politisch wird die Entscheidung diskutiert. Einige Beobachter betonen, dass die Glücksspielbranche ohnehin stark reguliert ist und eine weitere Konzentration sorgfältig überwacht werden müsse. Andere sehen darin ein Zeichen, dass Österreich seinen Markt modernisiert und internationale Anbieter mehr Gewicht bekommen.

Am Ende bleibt festzuhalten: Die Übernahme von Admiral durch Tipico ist ein Meilenstein, der weitreichende Folgen haben wird. Kunden können mit einem erweiterten Angebot rechnen, während die Mitbewerber sich auf härteren Wettbewerb einstellen müssen. Ob die Auflagen der Wettbewerbsbehörde ausreichen, um den Markt langfristig ausgewogen zu halten, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

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